Reichsvertretungen beim 2. Konvent der Dämmerung im 25. ML.
Alsyn Bennev Seannyal – Al’Umbryjil
Der Reichsrat für Kultur und Gemeinschaft aus Al’Umbryjil ist in eine schlichte aber saubere weiße geschichtete Tunika gekleidet. Altersbedingt zieren trotz seiner elfischen Wurzeln silberne Strähnen das lange schwarze Haar und in seinem Gesicht mit der hohen Stirn und den warmen bernsteinfarbenen Augen durchziehen Falten die gegerbte nussbraune Haut. Er wirkt ruhig aber bestimmt und lauscht mit einer auf manche fast schon unangenehm wirkend eindringlichen Aufmerksamkeit, wenn andere sprechen.
Cora’Lyeris – Rash’Nu
Cora’Lyeris (in Rash’Nu-Sprache „die, die verbindet“) ist eine hochrangige Rash’Nu-Diplomatin. Ihr Körper ist von einem kunstvoll geformten, kalkartigen Exoskelett umhüllt, das an Korallen und gefrorene Wellen erinnert. Spitze Auswüchse in Kronenform betonen ihren Rang, während dutzende dünne tentakelartige Gliedmaßen in ständiger Bewegung sind. Ihr Gesicht verbirgt sich unter einem korallenartigen Visier, und sie kommuniziert ausschließlich telepathisch, direkt in den Verstand ihrer Zuhörer.
Eshiza – Astarim
Eshiza ist eine hagere, androgyne und haarlose Frau mittleren Alters mit höflich zuvorkommenden und bedachtem Auftreten voller stiller Autorität. Unter einer schlichten graubraunen Robe kann man eine disziplinierte, athletische Gestalt erahnen. Eshiza ist Gelehrte und Chronistin und zeigt sich dementsprechend aufmerksam und wissbegierig, während ihr Blick stets prüfend über ihre Umgebung wandert.
Grinor Feuerbart – Nor’Davara
Grinor ist der entsandte Vertreter der Eiszwerge aus Nor’Davara. Seinen Namen verdankt er den für sein Volk untypischen feuerroten Haaren und Bart. Er hat fast immer ein Grinsen im Gesicht und ist freundlich zu allen anderen Personen des Konvents. Seine tiefe Bassstimme verschafft ihm Gehör, wenn er sich zu Wort meldet und auch wenn man den harten davararischen Dialekt in seiner Stimme deutlich hört, so spricht er doch auf eine recht melodische und angenehme Art und Weise.
Haxia / Delesth – Thedekya
Das Reich Thedekya entsendet den Dalaar Haxia im Wirtskörper Delesth, einem hochgewachsenen elfenhaften Wesen mit weißer Haut und silbrigen Haaren, das scheint, als würde es aus Schnee und Eis bestehen. Ihre neugierigen Augen mustern die Anwesenden. Sie trägt die einfache Kleidung eines Arbeiters, die ihrem erhabenen Antlitz beinahe spottet, praktisch und schnörkellos. Ihre Stimme ist sanft und melodisch, doch immer wieder erscheint es als vernehme man eine zweite, flüsternde Stimme wie ein Echo.
Kāri’Mana’Arai – Sāndari’Māna
Kāri’Mana’Arai war das jüngste Mitglied des Ältestenrates, legte jedoch ihr Amt nieder; Gerüchten zufolge wegen mangelnder Weisheit und Erfahrung. Die Falten und Schmucknarben auf der sandfarbenen Haut der Mittfünfzigerin erzählen eine andere Geschichte, die die in den Farben des Sonnenuntergangs glühenden Augen stechend unterstützen. In die einfachen Wüstengewänder ihres Volkes gekleidet tritt sie sicher und befehlsgewohnt auf, während ihre Sprache bildhaft für Mitgefühl und Einheit wirbt.
Llysgennad – Llwyn
Llysgennad ist ein schlanker, etwa 1,20 Meter großer Cwtsh mit glattem, seidigem, olivgrünem Fell. Seine Gliedmaßen sind länger als gewöhnlich, seine Haltung aufrecht und anmutig. Große, bernsteinfarbene Augen verleihen ihm einen durchdringenden, aber freundlichen Blick. Seine feinen, großen Ohren sind stets wachsam. Seine Finger sind lang und geschickt, seine Bewegungen fließend und ruhig. Er trägt eine einfache, gewebte Schärpe und ein poliertes Holzamulett um den Hals.
Mux Fiddersang – Ligath Tureen
Nach einem langwierigen und sorgfältigen Bürokratieakt wurde ein 1,24 m zierliches humanoides Schneeammer-Türmerwesen erwählt. Unauffällig in größeren Mengen – bewegt sich flink und tänzelnd, spricht mit gar kristalliner Präzision und einer hellen, trillernden Stimme. Die glänzenden, schwarzen Augen mit wachsamem bis versonnenen Blick und der kleine, kegelförmige Schnabel dominieren das mit hellschimmernden Federn gerahmte jugendliche Gesicht. Auf einer schlichten Robe glänzt ein Mond-Medaillon.
Ordensmeister Vielweg – Das vergangene Reich
Der Aschling mit den weiß-goldenen Augen ist in ein staubiges und abgenutztes schwarzes Gewand gehüllt. Als Kopfbedeckung trägt er einen großen Leinensack, dessen Gewicht seinen Kopf stets gebeugt hält. An seiner Kleidung sind viele Beutel mit Kordeln befestigt. Seine knorrigen Finger ruhen auf einem Wanderstab, dessen Spitze mit alten Talismanen behangen ist. Sein Blick ist stets gutmütig, seine Mimik dafür stoisch und geheimnisvoll. Er spricht leise und bedächtig, doch immer mit Respekt.
Praporschtschik Altyk – Vilska Oprichina
Praporschtschik Altyk wirkt wie ein Relikt aus einer raueren Zeit – ein Hühne mit wettergegerbtem Gesicht und eisgrauen Augen. Er trägt eine Rüstung aus dunklem Stahl und einen purpurnen Umhang darüber. Seine Arme sind von Narben überzogen. Er spricht wenig, doch seine Präsenz lässt spüren, dass er weniger für Debatten und mehr für Entscheidungen geschaffen ist.
Shey’Kalin – Ely’Thien
Shey’Kalin, feylarische Generalin und Mitglied des Hauses Nil’Tenim. Sie trägt dunkles, langes und glattes Haar, ihr Gesicht ist elfisch schmal, ihre Augenbrauen sind die typischen Knochenauswüchse der Feylar. In ihrem Blick liegen sowohl Stolz, aber auch Wohlwollen – was selten genug für Feylar ist. Ihre Gewandung ist einer Lederrüstung nachempfunden und mit teils festlichen silbernen und blauen Ornamenten, teils mit Knochen und Federn geschmückt.
Sigrun Gulljegere – Jarnfjord
Sigrun Gulljegere, Vorsteherin der Gilde der Händler und erfahrene Diplomatin des Askenfolks, wurde vom Rat der Gilden zur Botschafterin für den Konvent der Dämmerung ernannt. Mit ihrem Geschick für Verhandlungen und ihrer Vision für Handel und Austausch soll sie die Interessen des Jarnfjords vertreten und neue Allianzen für eine gemeinsame Zukunft schmieden.
Tschouhanes – Sippa
Tschouhanes, ein 188 cm großes humanoides Wesen, ist das Leipsipp (übersetzt etwa „Versammlungsvorstand“), der gewählte Moderator dessen, was in Sippa die gesetzgebende Versammlung ist. Seine Haut hat keine Haare, sondern besteht aus größeren, unregelmäßigen Schuppen; im Gesicht feiner ziseliert. Es trägt bei seiner Ankunft Robbenfell, wird jedoch das Konvent meist in dunkelblauem, vom Salzwasser ins Gräuliche verwaschenem Tuch bestreiten.
Moderation des 2. Konvents der Dämmerung im 25 ML.
Hjel‘Raan – Ntal‘Hrom
Der Moderator des Konvents hat die für einen Ntal‘Hrom übliche Gestalt: Aufgerichtet erreicht sein weißer schlangenhafter Leib mit den dunklen Rückenmustern zweieinhalb Meter Höhe. Vier tentakelartige Auswüchse dienen als Arme und der extrem langgezogene glatte haarlose Kopf scheint keinerlei Sinnesorgane zu besitzen – weder Mund, Nase, Ohren noch Augen. Er trägt keinerlei Kleidung oder Schmuck. Seine ruhige sonore Stimme erklingt wie aus dem Nichts.
Protokoll des 2. Konvents der Dämmerung im 25 ML.
Hjel’Raan ( Ntal‘Hrom )
(Der Ntal’Hrom betritt wie auch beim letzten Konvent langsam und würdevoll das Rednerpodest und wartet, bis alle Anwesenden ihren Platz eingenommen haben und Ruhe eingekehrt ist. Dann erhebt er die vier tentakelartigen Arme.)
Ich, Hjel’Raan, habe die Ehre, im Namen der Ntal’Hrom die Vertretungen der unterschiedlichen Völker und Reiche zum zweiten Konvent der Dämmerung zu begrüßen.
Dreizehn Botschafter und Botschafterinnen heißen wir in diesem Mondlauf willkommen.
Es ist mir eine große Freude, die Anwesenden nun namentlich in alphabetischer Folge vorzustellen:
• Alsyn Bennev Seannyal aus Al’Umbryjil
• Cora’Lyeris aus dem Reich der Rash’Nu
• Eshiza aus dem Reich der Astarim
• Grinor Feuerbart aus Nor’Davara
• Haxia / Delesth aus Thedekya
• Kāri’Mana’Arai aus dem Reich der Sāndari’Māna
• Llysgennad aus Llwyn
• Mux Fiddersang aus dem Reich Ligath Tureen
• Ordensmeister Vielweg aus dem vergangenen Reich
• Praporschtschik Altyk aus Vilska Oprichina
• Shey’Kalin aus Ely’Thien
• Sigrun Gulljegere aus Jarnfjord
• Tschouhanes aus dem Reich der Sippa
Wir erinnern alle Anwesenden, die vereinbarten Regeln des Konvents zu wahren und einander mit Respekt zu behandeln.
Freie Äußerung der Meinung und der Ansichten aller Völker sind gestattet, allerdings ist Abstand zu nehmen von niederen Beleidigungen oder gar körperlichen Anfeindungen.
Wir freuen uns erneut auf einen regen Austausch.
Das Podium steht nun jeder und jedem Anwesenden offen, um das Wort an die Versammlung zu richten.
Sigrun Gulljegere ( Jarnfjord )
Im Namen des Askenfolks freue ich mich, das erste Wort nach den Ntal’Hrom ergreifen zu können:
Der Rat möchte erneut an die Forschung unserer Gilde der Gelehrten erinnern und um eine Teilnahme daran bitten, falls dies noch nicht geschehen ist.
Diese beschäftigt sich mit der Frage, warum die Völker Darshivas sich scheinbar grundlos manchmal besser und manchmal schlechter gegenüberstehen.
Einen entsprechenden Fragebogen solltet Ihr bereit per diplomatischer Post erhalten haben, ansonsten fragt gerne danach.
Die Fragen sollen Eigenschaften der Völker Darshivas quantisieren und eine Grundlage für die Forschung bilden.
Es wurde dabei versucht, die Fragen so zu halten, dass sie auf alles zutreffen, was wir in der bisherigen Kommunikation kennengelernt haben.
Es ist die Hoffnung der Gilde der Gelehrten, dass hierbei kein Volk in seinen Gefühlen verletzt wird.
Es wird angestrebt, die Forschung unabhängig von der Anzahl an weiteren Rückmeldungen im kommenden Buch der Zeit zu veröffentlichen.
Alsyn Bennev Seannyal ( Al’Umbryjil )
(Alsyn nickt seiner Vorrednerin respektvoll zu)
Ich überbringe die Grüße des Reichsrates von Al’Umbryjil an alle anwesenden Reichsvertretungen.
(Er verneigt sich kurz)
Ein weiteres Mal habe ich die Ehre, mein Reich und mein Volk hier vertreten zu dürfen. Je nach Ausgang und Themenlage dieser Zusammenkunft wird beim nächsten Konvent ein anderes Ratsmitglied meinen Platz einnehmen.
(Er blickt zu Sigrun Gulljegere)
Wir bergrüßen die Tatkraft des Askenfolks und die Ambitionen, Licht ins Unbekannte zu bringen, und unterstützen den Ersuch um die notwendigen Informationen der verschiedenen Völker. Wir selbst haben unseren Teil bereits beigetragen – die Unterlagen sollten Jarnfjord seinerzeit erreicht haben.
(Er lässt den Blick wandern)
Ich weiß aus Briefen und dem Buch der Zeit, dass einige die zu erforschenden Verhaltensweisen für vollkommen zufällig und nichtig halten. Doch was schadet es, dies zu untersuchen? Selbst wenn es kein klares Ergebnis erzielt, wäre dies doch auch eine Erkenntnis.
Ordensmeister Vielweg ( Das vergangene Reich )
(Vielweg tritt langsam ans Podium, hebt er die Arme empor, legt dann seine Hände über seine Augen und deklariert:)
Möge die Asche euch sanft decken, oh ihr ehrwürdigen Gesandten der Völker!
Dieser Anfang sei ein Ende, Unheil sei ferne! Ich senke mein Haupt vor euch… Doch weh! Nicht bringe ich Grüße aus Prachtfall, nur Klagegeschrei und Gewimmer! Dunkle Aschewolken verdüstern das vergangene Reich von Osten her und das schwarze Fieber grasiert unaufhaltsam unter der sterbenden Sonne… Ja, sogar die Monde verbergen ihr Antglitz vor meinem Volk! Die Magie vergiftet uns, bringt unablässig Unheil über uns wie von Unkenruf prophezeit!
Wehe euch! Erkennt doch die Zeichen und blickt zum Himmel! Ist das nicht ein anliegen für die Gelehrten der Völker? Mein Volk stirbt und nur die Ahnen allein erhören unser rufen…
(Er verstummt, sein Haupt sinkt kraftlos auf seine Brust. Eine einzelne Träne fließt über sein Gesicht. Dann zieht er sich geknickt zurück.)
Shey’Kalin ( Ely’Thien )
(tritt ebenfalls ans Rednerpult, lässt ihre Augen über die Anwesenden schweifen, verweilt bei Vielweg und Alsyn spürbar länger)
Die Feylar grüßen Euch und es ist mir eine Ehre die Shi’Bath Telara Sin’Qilial in diesem Konklave erneut zu vertreten.
Geehrter Alsyn Bennev Seannyal, mir wurde aufgetragen Ihnen mitzuteilen, dass eine private Korrespondenz noch in diesem Mondlauf aufgesetzt werden wird. Die Grenzangelegenheit und unsere Forschungsergebnisse werden in jenem ausführlich beantwortet werden.
Doch sagt, werter Ordensmeister Vielweg, welche Plage sucht euch und euer Reich heim? Welch schaurige Tragik! Könntet ihr Symptome beschreiben, oder kennt ihr gar den Ursprung der Krankheit? Vielleicht vermag einer der Anwesenden etwas mit derlei Informationen anzufangen und zu helfen. Euer Volk, dass bereits so viel ertragen musste, soll mit dieser Bürde nicht alleine stehen. Die Feylar werden helfen, so es in unserer Macht steht.
Kāri’Mana’Arai ( Sāndari’Māna )
(Kāri’Mana’Arai wirkt ausgezehrter als beim vergangenen Konvent. Ihre Narben und Augenringe werden vom Licht ihrer Augen betont, und ihre Rede ist schwerfälliger – oder schwermütiger?)
Hört doch, Ihr Botschafter, was die Aschlinge uns klagen. Ihr Gerede von Vergänglichkeit und Demut mag mit der Lieblichkeit von Fliegengesumm über Tage altem Aas wetteifern, doch können wir wirklich unsere Augen und Ohren vor dem Leid verschließen, das sie heimsucht? Wenn Entfernung und Misstrauen uns schon verbieten, Hilfe zu senden, können wir ihnen doch Zuspruch spenden und zu ergründen versuchen, was ihre Heimsuchung verursacht… darum lasst uns lieber sammeln, welches Wissen über jene Phänomene sich seit unserem letzten Austausch ergeben hat. Auch wenn das in unserem Fall nicht viel ist – wir Ältesten dulden keine Erforschung dieser Dinge in unserer Stadt und unserem Land, und wir sind, bis auf das erste Wüten des Elun‘K‘Tari von Not verschont.
(Erschöpft lehnt sie sich wieder zurück.)
Alsyn Bennev Seannyal ( Al’Umbryjil )
(Alsyn wird nach den Worten von Vielweg etwas bleich. Auf Shey’Kalins Nachricht nickt er bestätigend. Nach Kāri’Mana’Arais Worten nickt er erneut und blickt dann zu Vielweg hinüber.)
Das sind üble Nachrichten. Nach dem letzten Brief von Ordensmeister Kunsthand hatte ich gehofft, dass die Krankheit ihren Höhepunkt erreicht und womöglich alsbald bezwungen sein könnte. Bereits der Beitrag von Ordensmeisterin Eiterwund im Buch der Zeit ließ mich anderes vermuten. Ich habe in meinen letzten Briefen an das vergangene Reich bereits meinen Rat geteilt. Offenbar mit wenig Erfolg.
(Er blickt bedrückt zu Boden)
Ich wollte nicht direkt mit dieser Neuigkeit aufwarten, doch das Einzige berichtenswerte aus Al’Umbryjil neben dem Zusammentreffen mit den Feylar und der Lichtung des Nebels im Osten, ist ein von einem Beben begleiteter Ausbruch des bislang schlummernden Vulkans in der Nähe der Hauptstadt. Glücklicherweise gab es nur wenige Opfer und einige Behausungen am Stadtrand wurden zerstört…
Ordensmeister Vielweg ( Das vergangene Reich )
(Vielweg erhebt sich erneut und spricht krächzend:)
Seid bedankt für jedes einzelne Wort der Anteilnahme… egal mit welcher Absicht es ausgesprochen wurde (er blickt kurz zur Sāndari’Māna)
Wahrlich, eine schreckliche Fäulnis ist über die Sklaven des letzten Ethnarchen gekommen eben so wie es Ordensmeisterin Eiterwund im Todeskampf hat bezeugt durch ihr Blut! Ja, ein Fluch ist über uns aus dem Aschenebel gekommen, der uns einst so treulich geschützet vor der Habgier anderer… Dunkle Wolken durchziehen den Himmel wie die Schlingen des Würgholzes, wie die Beine der Todesspinne. Überall im Land geht daraus Ascheflocken hernieder. Wo sie herabfallen, folgt ihnen das schwarze Fieber auf dem Fuße… Oh, welch furchtbarer Scherz des grausamen Schicksals! Oh, welch üble Entfesslung unheiliger Magie! Ist dies die Rache der Nebelgeister, wie wir vertrieben? Oder ist es das Los aller Völker, nur wir sind die Ersten?
(Vielweg lässt einen langen Klagelaut erklingen und setzt sich wieder)
Kāri’Mana’Arai ( Sāndari’Māna )
(Die sonst eher ruhige Kāri’Mana’Arai braust kurz auf.) Dass Völker, die ihre neue Gelegenheit zur Blüte ergreifen wollen, Eure ewige Mahnung von Mäßigung und Demut nicht mehr hören wollen, ist kein Wunder und kein Geheimnis – hemmt denn der Same des Wüstengrases sein Wachstum, wenn der seltene Regen gefallen ist, nur weil man ihm von der Dürre erzählt? (Sie zwingt sich zur Ruhe.) Doch müssen wir uns mit Verständnis begegnen – und dieses habe ich für Eure Lage. Nur aus diesem entspringen meine Worte von Anteilnahme und dem Wunsch, Euch im Austausch Hilfe zuteil werden zu lassen durch Wissen um den Urspung der Bedrohung und mögliche Wehr gegen sie. Verzeiht daher meine harten Worte und seht stattdessen den Geist, in dem sie gesprochen wurden.
Eshiza ( Astarim )
(Eshiza tritt ans Pult, legt zwei Finger auf das Holz, als lausche sie, ob es noch atmet. Ihr kleines Messer ist kurz in der Hand sichtbar, aber sie verzichtet auf den erneuten Blutgruß)
Magie ist ein Funke in dürrem Gras. Wer ihn kitzelt, hört ein Lied – und steht dann im Brand. Forscht, doch löscht, bevor ihr zündelt. Versiegelt das Reagenzglas, ehe der Blitz hinein will. Bruder Vielweg weiß, was Asche kostet; hört sein Flüstern, doch vergesst nicht den Morgen. Hoffnung ohne Vorsicht ist Blindgang, Furcht ohne Schritt ist Fessel.
Darum ein Schritt mit Licht:
Lasst uns die Welt vermessen, bevor wir sie verderben. Bringt Karten her! Küstenlinien, Bergkämme, Stromadern, die Pässe durch den Nebel. Legt Hafen an Hafen, Pfad an Pfad, bis ein Netz aus Wegen wächst – für Handel, für Hilfe, für Heimkehr. Wir Astarim steuern unsere Pfade bei. Tut ihr das Eure.
Auf dass wir gemeinsam eine Karte der Welt zeichnen können und Wege zueinander finden.
Tschouhanes ( Sippa )
[Eine unbekannte Gestalt, die am letzten Konvent nicht teilnahm, tritt nach vorne. Das Pult beachtet sie nicht weiter, als erschiene ihr so eine Einrichtung fremd und unnötig.]
Jo, Leute,
ich bin Tschouhanes, das Leipsipp aus Sippa. Wir sind weitab von den üblichen Handelsrouten, die Bücher des Zeits erreichen uns nur nach und nach. Von dem, was ihr hier verhandelt, ist mir, ist uns das meiste neu. Es hört sich aber so an, also ob wieder Asche aufsteigt. Wenn das so ist, ist das sehr schlecht. Das einzige, was wir dazu beitragen können, ist, daß uns ein Prophezeihung erreicht hat, das ungefähr besagt:
„Einst hat tückisches Verrat alles zerbrochen. Es ist dabei, neues Leid über das Welt zu bringen.“
Wenn jemand mehr damit anfangen kann als wir, soll es sprechen.
Cora’Lyeris ( Rash’Nu )
(Cora’Lyeris betritt das Pult. Sie dreht sich in in die Runde. Bei Eshiza deutet sie kurz ein nicken an.) Ein weiteres mal gegrüßt seien alle Völker Darshivas. Es erfreut die Rash’Nu, dass sich die Völker bereits erneut nach so kurzer Zeit treffen. Die Rash’Nu hat keine Zeit verloren nach der Magie zu suchen und dem Ursprung unserer Telepathie.
In Ura’Batul, nahe der größten und wichtigsten Halle der Wiegenlieder, dort beginnt ein neues Lied: Den Larven und Knosplingen wird das Gewebe der Welt neu gesungen – durch psionischen Klang, der in ihnen reift.
Wenn die Magie beginnt, diese Welt zu durchdringen, wenn sie greifbar wird, dann werden es die Jüngsten unter uns sein, die als erste in Metamorphose antworten – so wie es immer war.
Ordensmeister, unsere Körper heilen anderst als die Euren. Jedoch sollten die Sekrete der Ul’Vorin auch eurem Volk Linderung verschaffen, seit gewiss, wir werden nicht zögern sie zu teilen im Kampf gegen eure Seuche. Die Rash’Nu sieht euer Leid.
Haxia / Delesth ( Thedekya )
(Auch die Botschafter der Dalaar terten vor:)
Unser Volk trägt trauer! Mit der geehrten Eiterwund ging eine Freundin der Dalaar, wir werden sie nicht vergessen, wir werden sie betrauern und ihr Andenken in ehren halten. Dem Volk der Aschlinge gilt unser Mitgefühl und unsere Freundschaft. Wir lauschen ihren Worten und werden ihnen Beachtung schenken! Seit diese Magie sich regt, sind unsere Gefilde in Unruhe und bedroht.
Auch eine der unseren wurde von Krankheit gestraft, doch wie es unsere Gabe ist überstanden sie es. Doch auch sie sprach im Fiebertraum sonderbare Worte.
Von Drei kehren zwei zurück, welche uneins sind, und das Gefüge der Welt erzittert.
Ist dies ein Zufall?
(Sie blicken zu Tschouhanes.)
Ordensmeister Vielweg ( Das vergangene Reich )
(Vielweg tritt wieder vor)
Die ehrenwerte Eshiza spricht Wahrheit: Ein Anfang kündet stets von einem Ende, doch ebenso wächst Neues nur aus Vergangenem. Es sei ferne, dass ich sage, was ihr zu hören gewillt seid. Wahrlich: Ich trachte danach zu sprechen, was nötig ist! Darum spreche ich von Schmerz und Unheil, dass der Aschenebel über uns brachte wie nie zuvor: Er streckt seine Schattenarme über uns aus und bringt neues Leid aus altem Verrat, ganz so wie der Leipsipp sprach. Feine Asche fällt hernieder und steigt auf aus den Leichen derer, die das schwarze Fieber dahingerafft. Nichts anderes kann dies sein als jene Magie, die viele hier so eifrig beschwören und ersehnen… Zugleich aber seid bedankt für das großes Mitgefühl und die angebotene Hilfe! Ach, könnten wir sie doch annehmen! Doch bis dahin werden wir unter der Führung des letzten Ethnarchen selbst diesem Fluch ein Ende bereiten…
Ihr aber: Wappnet euch! Was uns traf, kann auch euch treffen. Der Nebel ist nie ferne…
Kāri’Mana’Arai ( Sāndari’Māna )
(Die Wüstenbewohnerin fröstelt bei den Worten des Ordensmeisters, bleibt aber stumm.)
Llysgennad ( Llwyn )
(Llysgennad zerrt seinen Stuhl ans Rednerpult und steigt hinauf. Seine grossen, bernsteinfarbenen Augen blicken traurig.)
Vielweg, das sind wahrhaft düstere Worte, die von der Plage in Eurem Volk berichten. Wir sind nur einfache Cwtsh, aber falls wir etwas tun können, um Eurem Volk zu helfen, lasst es uns wissen.
(Seine Ohrspitzen neigen sich nach vorne, als er kurz traurig zu Boden blickt.)
Auch wir haben bemerkt, dass sich etwas ändert in der Welt. Wir hören die Stimmen der Hynafiaid viel klarer als noch vor wenigen Mondläufen. Wir spüren die Energie des Waldes und der Natur, als ob sich ein Nebel vor unserem inneren Auge gelichtet hätte. Allerdings nehmen wir das nicht als etwas schlechtes wahr. Vielmehr bestärkt es unsere Hoffnung, dass der Aschnebel endgültig besiegt werden kann und die Cwtsh wieder sorglos in den Wäldern leben können.
(Seine Augen scheinen unternehmungslustig zu funkeln, als er seinen Stuhl wieder an seinen Platz zerrt.)
Alsyn Bennev Seannyal ( Al’Umbryjil )
(Er lauscht nachdenklich den Worten der Anderen)
Dass Seltsames geschieht seit der Aschezeit ist an sich nichts Neues. Der Nebel kommt und geht, bringt Hoffnung und Leid gleichermaßen. Doch scheinen sich hier wahrlich bedeutsame Ereignisse abzuzeichnen.
Ich verhehle nicht meine Neugier und das Intresse meines Volkes an der sagenhaften Magie. Doch nur ein Tor würde diese Macht leichtfertig entfesseln. Wir haben noch keine Wege, sie zu lenken. Und sollten die Vorkommnisse magischen Ursprungs sein, sind wir derzeit nichts weiter als ein Spielball wilder und ungezähmter Kräfte.
(Er blickt zu Vielweg)
Euer Los ist schrecklich und Ihr habt mein tiefes Mitgefühl. Doch sagt: Wirkt das Geschehen im Reich auf Euch chaotisch oder boshaft und zielgerichtet?
(Dann blickt er zwischen Tschouhanes und Haxia/Delesth hin und her)
Das Orakel der Aschlinge pflegt häufig Omen und Prophezeiungen zu teilen. Wie ist dies in Euren Völkern – sind die Vorfälle für Euch etwas Gewohntes oder eher außergewöhnlich?
Haxia / Delesth ( Thedekya )
Die Dalaar sind erst mit dem Rückzug des Nebels erwacht. Noch nie hat jemand aus unserer Brut solche Worte geteilt. Krankheiten sind uns weitestgehend fremd und nur selten gibt es Fieber das einen Geist in die Ferne schweifen lässt.
Nein, noch nie ist so etwas geschehen.
Cora’Lyeris ( Rash’Nu )
Einer unser Generäle hat eine sehr außergewöhnliche Entdeckung gemacht. Thal’Ruun durchfährt zur Zeit mit seinen Legionen schwer gepanzerter Brecher das Eismeer richtung Süden. Er gab Sinneseindrücke in das Kollektiv welche verwirrend und zugleich bedrohlich auf Rash’Nu wirken.
Er hat einen telepathisches Echo wahrgenommen. Telepathie, die der unseren ähnlich ist. Wie ein altes Lied, verschwommener Sprache, dass in Vergessenheit geriet.
Es singt von Qual und Leid, einem Hilferuf aus einer sich langsam anbahnenden, unermesslich schmerzhaften Argonie. Ich spühre diesen Schmerz grade jetzt in meinem Körper, so wie jeder Rash’Nu der sich dieser Erinnerung gewahr wird (Ihr Körper zittert). Unzählige Stimmen voller Gier, Verlangen und unstillbarem Hunger mischen sich darunter (Sie wirkt erschöpft).
Thal’Ruun erfährt großes Leid, denn je weiter er Richtung Süden segelt, umso stärker wird das Echo. Aber er darf nicht anhalten. Ist dies auch nur eine Vision? Wir müssen es herausfinden!
Eshiza ( Astarim )
Ich höre Leid. Überall. Darshiva ist wund. Schnitte ohne Ende. Bruder Vielweg – dein Reich blutet offen. Wir pressen Worte dagegen. Dünner Mull. Blut tropft hindurch.
Auch wir spürten die Klinge. Zwei Wächter im Heiligtum wurden fadenscheinig. Wie Aschennebel.
Ein dritter hörte: »Folge der Hand – dann bricht sie dir das Genick.«
Welche Hand soll es sein?
Darum halten wir das Messer still. Magie flüstert. Magie lockt. Magie lügt. Jeder neue Schnitt reißt weiter. Haut von Haut. Volk von Volk. Stop.
Ich bitte wieder. Nicht um Heilung. Um Bandagen. Bringt Karten: Küsten, Flussadern, Passrinnen. Gebt mir eure Fetzen aus Tinte, Ruß, Knochenmehl. Ich nähe ein großes Tuch. Wir breiten es über die Wunde. Eine Karte, die Schiffe lenkt, Händler führt, Boten zum Fieber bringt. Für das Buch der Zeit. Sendet es mir – für euch, für uns, bevor Darshivas Wundränder weiter reißen.
Verlasst euch nicht nur auf die Ntal’Hrom. Auch ihre Kraft hat Ränder.
Ordensmeister Vielweg ( Das vergangene Reich )
(Vielweg tritt wieder hervor)
Wohl gesprochen, ehrenwerte Eshiza!
Wahrlich scheint der Aschenebel und die Mächte, die ihn beschworen, sich ebenso zu regen wie die Magie. Der Senat von Prachtfall wird aber wohl überlegen, ob wir bereit sind die Karten des vergangen Reiches zu teilen. Mag Eurer Ansinnen auch rein und tadellos sein, handelt es sich doch dabei um taktisches Wissen. Fürwahr: Nicht leichtfertig ist damit umzugehen…
Einige haben zudem gefragt, wie sie meinem Volk helfen sollen. Ich sage: Trauert mit uns, haltet Totenklage über die vielen unbeweinten Schicksale von Witwen und Waisen! Noch immer kriecht der Tod durch unsere Gassen, über die Berge und Steppen. Helft uns tragen die Last des Verlustes…
Und bereitet Euch vor, wenn der Nebel sich über euch erhebt, denn wahrhaft bösartig und zielgerichtet scheinen die Äste des schwarzen Wolkenbaums sich über unser Land zu ziehen wie Krallen und seine giftigen Sporen der Asche über dessen Einwohner auszuschütten.
Alsyn Bennev Seannyal ( Al’Umbryjil )
(Alsyn nickt auf die Antworten von Haxia/Delesth und Vielweg und legt die Stirn in sorgenvolle Falten)
Ich stimme zu. Leid und Verderben und mysteriöse Kunde von vergangenem und noch mehr künftigem Leid häufen sich. Und viele Reiche stehen für sich allein. Wie können wir Hilfe leisten, wenn uns der Zugang nicht möglich ist?
(Er blickt zu Ordensmeister Vielweg)
Ihr wisst, unsere Trauer, unsere Gedanken und unsere Fürbitten sind bei Eurem Volke. Doch mag dies keine Heilung bringen. Es schmerzt, zu sehen, dass unsere Hände wie gebunden sind.
(Dann blickt er zu Eshiza)
Eure Gedanken sind weise und verständlich. Doch gerade in der Situation voller aufkeimender Unruhen, nicht zuletzt durch den sogenannten Bund des Heiligen Blutes, wird es schwer sein, den Reichsrat zu bewegen, Kartenmaterial freigiebig auszuhändigen und damit potentiellen Feinden unseres Reiches in die Hände zu spielen. Ich erkenne jedoch auch den Nutzen und werde sehen, wozu der Rat von Al’Umbryjil bereit sein wird.
Llysgennad ( Llwyn )
(Llysgennad zerrt seinen Stuhl wieder ans Rednerpult und steigt hinauf. Kurz steht er schweigend da, dann schüttelt er den Kopf.)
Wir sind nur einfache Cwtsh und so habe ich Mühe zu verstehen, was die anderen Völker umtreibt. Der Aschenebel lichtet sich doch, die Nebelgesiter wurden schon vielfach besiegt und unsere Völker prosperieren, auch wenn es hin und wieder Rückschläge gibt und unsere Geschwister sterben.
(Er blickt kurz bedauernd zu Vielweg.)
Aber liegt nicht in jedem Tot auch neues Leben? Dienen die Kadaver unserer Geschwister nicht dem Wald als Nahrung, legen nicht Fliegen und Käfer ihre Eier auf den toten Körper, so dass neues Leben entsteht? Picken nicht die Vögel die toten Augen aus, sammeln die Maden, um ihre Jungen damit zu füttern? Und wächst aus ihren Eingeweiden nicht ein neuer Baum, so der Samen der Erkenntnis in ihnen gereift ist? Warum jammert und klagt ihr dann und vernebelt Euren Geist mit düsteren Gedanken?
(Kopfschüttelnd verlässt er das Rednerpult.)
Grinor Feuerbart ( Nor’Davara )
(Grinor hat bisher schweigend den Reden der Anwesenden gelauscht. Tiefe Trauer zeichnet sein Gesicht. Er macht sich nicht einmal die Mühe aufzustehen, sondern räuspert sich nur kurz und spricht dann.)
Obwohl ich in der Heimat sein und beim Wiederaufbau helfen sollte, bin ich hier. Auf Geheiß meines Königs. Gegen meinen Wunsch.
Grinor, hat Nolandar Tharn zu mir gesagt. Grinor, du musst vor Ort sein, als Vertreter der Davara. Nur dir traue ich es zu, uns würdig zu vertreten. Wir brauchen dich als Abgesandter, aber auch als jemand, der die Worte der anderen Reiche versteht und aus ihnen die richtigen Schlüsse ziehen kann.
Doch wie beim ersten Konvent höre ich nur Klagen. Zuerst war es der Nebel, nun sind es die Anzeichen der wiederkehrenden Magie.
Gibt es hier denn niemand, der aus diesen Katastrophen gelernt hat und bereit ist, dieses gelernte Wissen weiterzugeben? Der bereit ist Wissen zu teilen?
(Er verschränkt seine Arme und sein Blick geht ins Leere.)
Ordensmeister Vielweg ( Das vergangene Reich )
(Vielweg schreitet bedächtig auf die Tribüne und spricht langsam und bedacht seine Vorredner der Reihe nach an:)
Ehrenwerter Gesannter der Feuerelfen: Unterschätzt nicht die Bedeutung von Mitgefühl und Anteilnahme. Oft ist die Gewissheit, dass man dem grausamen Schicksal nicht alleine gegenüber steht, eine größere Linderung als die Heilung des Körpers, der doch trotzdem zum Verfall verdammt ist…
Ehrenwerter Gesannter der Cwtsh: Ihr, die ihr mutterlos seid, vermögt vielleihct nicht die Tagweite des Verlustes der Sippe zu ermessen. Für euch ist im Kreislauf des Lebens nichts verloren. Aber wisset: Das schwarze Fieber zerbricht diesen Kreis, die Aschespooren vergiften alles, selbst Tiere meiden die Kadaver unserer Siechenden…
Ehrenwerter Gesannter der Eiszwerge: Oh, sagt doch was bedrückt Euer Herz? Seid ihr bereit mit dem Teilen des Wissens zu beginnen? Was ist in Eurer Heimat geschehen? Ist denn euer Herz schwer wegen dem Schicksal derer in der 4. Ebene eurer Hauptstadt?
Grinor Feuerbart ( Nor’Davara )
(Energisch antwortet Grinor auf die Frage des Aschlings – fast schreiend.)
Auch ihr lasst euch von Propaganda blenden. Wie wahrscheinlich alle hier im Raum.
(Er hält kurz inne.)
Doch so sehr ich es mir auch wünschen würde, dass die Ereignisse im vergangenen Mondlauf ein sorgsam konstruiertes Trugbild wären, sie sind es nicht und die Toten werden nicht zurück kommen.
(Eine einzelne Träne rinnt ihm über die Wange.)
Ihr wollt wissen, was mein Herz bedrückt? Es ist der Tod! Der Tod von so vielen meiner Brüder und Schwestern und die Zerstörung, die Nor’Rakhan heimsuchte.
(Grinor wischt die Träne mit dem Handrücken weg.)
Doch habt ihr mich bisher klagen gehört? Nein! Denn ich bin hier für Antworten. Für mögliche Hinweise, um solchen Katastrophen zukünftig entgegenwirken zu können. Also sagt, oh großer Meister der Klage, was unternehmt ihr gegen das Fieber, welches euer Volk befallen hat? Welche Lösungen hat euer Orakel für euch?
(Er schließt die Augen und atmet mehrmals tief ein.)
Llysgennad ( Llwyn )
(Llysgennad springt sichtlich erregt auf seinen Stuhl.)
Ordensmeister Vielweg, wenn die Amsel trauert, weil eines ihrer Jungen aus dem Nest gefallen ist, verhungern die anderen Jungen. Bei Euch scheint mir so zu sein, dass Ihr vor lauter Trauer über den Verlust die Lebenden zu vergessen scheint. Es ist wahr, wir haben keine Mutter, aber wir haben viele Geschwister und die Hynafiaid, die uns beschützen und leiten. Zu ihnen haben wir eine Verbindung und trauern, wenn sie sterben. Aber wir vergessen nie das Leben. Vielleicht fällt es uns deswegen schwer, Euch zu verstehen.
(Er wendet sich zu Grinmor.)
Grimnor Feuerbart, Eure Ansichten sind für mich verständlich. Ihr denkt, wie es auch die Cwtsh tun. Ich kann Euch aber keine Antworten geben, kenne Eure Fragen nicht. Die Cwsh scheinen nicht von seltsamen Orakeln und Prophezeihungen oder Seuchen geplagt. Aber wir sind nur einfache Cwtsh, vielleicht sehen wir die Zeichen nicht.
(Setzt sich wieder, offensichtlich etwas ruhiger.)
Alsyn Bennev Seannyal ( Al’Umbryjil )
(Alsyn verfolgt mit Stirnrunzeln die Äußerungen der sichtbar erhitzten Gemüter, dann schüttelt er den Kopf)
Dieser Konvent soll doch ein Zeichen der Vereinigung sein, nicht der Spaltung. Gegen die Ntal’Hrom wurde im letzten Konvent der Verdacht geäußert, dies absichtlich zu beschwören. Doch sind es nicht sie sondern wir, die den Ton auf dieser Zusammenkunft bestimmen.
Es wird beklagt, dass keine Antworten gefunden werden, dass keine wichtigen Dinge besprochen werden, dass andere nur mahnen und letztlich wird beklagt, dass andere nur klagen. Auch ich klage über Uneinigkeit und ziellose Anklagen.
In meinen Augen sollte auf dem Konvent für alles Platz sein: Trauer, Fragen, Antworten, Spekulationen, Wissensaustausch. Doch nichts davon findet Platz, zwischen all diesen Anklagen.
Ihr wollt Antworten? Dann stellt klare Fragen!
Ihr wollt Wissen sammeln? Dann teilt Euer Wissen!
Ihr wollt Lösungen? Dann definiert das Problem!
Ist dies nicht möglich, können auch keine Forderungen gestellt werden.
Eshiza ( Astarim )
(Eshiza richtet sich auf, als trete sie an einen Webstuhl, dessen Kettfäden warten.)
Ich legte einen Faden vor und andere schnitten ihn ab. Die Angst vor dem Dolch im Rücken wiegt schwerer als das Tuch, das uns verbinden könnte. Ohne Wege zueinander, ohne ein Karte, bleibt jedes Wort allein.
Wir hörten vom Krankheit und Tod in vielen Völkern.
Und wir hören zwei Warnrufe, die gleich klingen wie Echo:
Die Sippa sprechen von Verrat, wir Astarim von der Hand, die den Hals zerbricht.
Zwei Nähte parallel zueinander zur selben Zeit in der Magie ein unbekanntes Muster in den Stoff zieht – zu viel Zufall, um Zufall zu sein.
Mehr Garn habe ich nicht. Doch ich warte wie Alysn Bennev Seannyal auf Schnitte, die mehr sind als Klage.
Wer Ideen für gemeinsames Wirken hat, wer die Nadel nahmen mag, der spreche jetzt.
Sonst bleibt das Gewebe löchrig, und jeder Faden reißt für sich.
Hjel’Raan ( Ntal‘Hrom )
(Der Ntal’Hrom tritt kurz vor)
Verehrte Anwesende,
auch dieser Konvent wird schon in Bälde enden.
Erneut müssen wir das geplante Zeitfenster einhalten, um eine sichere Rückreise gewährleisten zu können.
Den Anwesenden steht wohl noch genug Zeit für je vier oder fünf Wortmeldungen zur Verfügung, ehe wir alle zu ihren Heimatreichen zurückgeleiten werden.
(Dann tritt Hjel’Raan wieder zurück)
Grinor Feuerbart ( Nor’Davara )
(Grinor scheint sich wieder gefangen zu haben und er spricht fast emotionslos.)
Ihr wollt Fragen?
Ist jemandem hier bekannt, wie man den magischen Phänomenen entgegenwirken kann? Hat bereits ein Reich eine Magierakademie errichtet und kann von den ersten Forschungsergebnissen berichten?
Ihr wollt Wissen?
Den Davara ist lediglich bekannt, dass die Magie mit voller Macht zurückkehrt. Und wo wir gegen den Nebel noch kämpfen und siegen konnten, so sind wir gegen die Auswirkungen der Magie machtlos. Ein Erdbeben hat Nor’Rakhan erschüttert, Teile der Stadt zum Einsturz gebracht und viele Todesopfer gefordert.
(Erneut zeigen seine Augen einen kurzen Schimmer von Trauer.)
Ihr wollt das Problem erkennen?
Meine Fragen und das geteilte Wissen zeigen das Problem. Denn auch wenn ich es nicht gerne zugebe, aber wir sind ratlos, wie wir diesem Chaos standhalten sollen. Ja, wir werden Nor’Rakhan wieder aufbauen, aber was dann? Was, wenn es erneut geschieht?
Ordensmeister Vielweg ( Das vergangene Reich )
(Milde zeigt sich in dem Blick des Aschlings als er vortritt und sein Haupt vor Grinor senkt)
Vergebt mir, im Schatten Eurer Gnade! Ihr kündet wahrlich von einem schrecklichen Unglück eures Reiches! Fürwahr, ich kenne Euren Schmerz, denn auch auf meinem Herzen lastet der Tod wie Blei… Lasst ihn uns doch gemeinsam schultern… Zwar bin ich Meister der Reisen und nicht der Klage, doch will ich sagen, was ich kann:
Siehe, ihr seid nicht machtlos gegen Chaos und Zerstörung! Ihr seid die Davara, Eure Ahnen haben am Zar’Thrakmir den Schwur des Lebens geleistet! Ihr werdet ihr Andenken Ehren und aufbauen, egal wie oft es nötig ist. Weil es das ist, was ihr tut, was euch stark und stolz macht!
Alle Orden der Akolyten suchen auf Geheiß des letzten Ethnarchen fieberhaft in den altesten Ruinen und tiefsten Katakomben nach einem Weg jener Fluchmagie zu brechen. Unsere Ahnen hatten einst diese Macht und sie leiten uns. Also werden wir sie wieder entdecken… Warum tut ihr nicht ebenso handeln?
Alsyn Bennev Seannyal ( Al’Umbryjil )
(Alsyn atmet hörbar aus und blickt zu Grinor Feuerbart)
Euer Volk hat mein Mitgefühl und Verständnis. Auch der Vulkanausbruch hat Opfer gefordert, wenn wohl auch wenige.
Verzeiht, wenn Euch mein Unmut traf. Dies war nicht meine Absicht und Ihr wart wahrlich nicht alleiniges Ziel dieser Aussage.
Doch manches Mal scheint es mir, als wären alle Reichsvertretungen hier zusammengekommen, um etwas zu erfahren, aber kaum jemand scheint bereit, etwas zu teilen. Und das was geteilt wird, geht in eitlen Streitereien unter.
Wir hörten von ungewohnten Prophezeiungen, magischen Naturphänomenen, von Beben, Vulkanausbrüchen, Überflutungen, einstürzenden Gebäuden, Krankheiten übernatürlichen Ursprungs und telepathischen Signalen voller Leid und Gier.
Noch wirken wir vielleicht blind, aber wie Eshiza sagte: Zu viel Zufall, um Zufall zu sein.
Gibt es weitere Bruchstücke? Wie sollen wir jemals das Mosaik vollenden, wenn uns die Steine fehlen?
(Er blickt in Richtung jener, die noch kein Wort gesagt haben)
Cora’Lyeris ( Rash’Nu )
Alsyn und die sonst so einfachen Cwtsh regen aber die Wahrheit an. Für Antworten brauchen wir Fragen….(sie hält inne)… Fragen und Zeit. Ja, wir haben keine Zeit, denn Zeit bedeutet Gefahr für ein weiteres Zittern der Erde oder Feuer spucken der Berge und das werden zu Toten. Ja, die Rash’Nu errichtet das, was einige von euch Akademie nennen in Ura’Batul. Die Frage ist nicht wie wir die Magie verhindern, denn das werden wir nicht, wenn sie in diese Welt dringt. Wie können wir die Magie sichern, sie kontrollieren?
Die Rash’Nu errichten am nördlichsten Punkt unseres Reiches einen Ort Thal’Nerass. Er steht an einer Klippe deren Tal bis zum Horizont in alle Richtungen geflutet ist mit tiefem Aschenebel. Thal’Nerass wächst hinab bis an den Rand des Nebels, trotz der gefahr die dort herrscht. Rash’Nu wird dort am Rand der Nebelschwaden leben und forschen. die Frage ist: Wie überleben wir? Aber wir brauchen etwas mehr Zeit für antworten. Daher sollten wir auf diesem Konvent fragen sammeln.
Haxia / Delesth ( Thedekya )
Vielleicht ist die Wahrheit schlicht, dass keiner von uns über gesichertes Wissen verfügt.
Ordensmeister Vielweg ( Das vergangene Reich )
(Der Ordensmeister blickt grübelnd in die Leere und sagt mehr zu sich als zu den Anwesenden)
Wohl wahr! Wir sind alle einfältige Blinde, die durch den Nebel tappen… Alles, was vermeindlich Sicherheit bietet, ist doch nur eitles Haschen nach Rauch! Oh, wären wird doch nur einfältig und weise genug um zu erkennen, dass wir nichts wissen können…
Überleben mögen wir, ja… Doch zu welchem Zweck? Wohin führt uns unser Weg und woher kommen wir? Und nehmen wir unsere Sünden und Gebrechen nicht mit auf jede Reise?
Sicher ist doch nur, dass wir alle eines Tages sterben werden und jede Sekunde Zeit, die verstreicht, unwiederbringlich verloren ist. In Angesicht dieser Endlichkeit wird alles was wir Tun oder Vertun wichtig, bekommt jeder Augenblick eine heilige Relevanz.
Vielleicht finden wir wieder keine Antworten, doch jeder Umweg hat seinen Wert: Er erhöht die Ortskenntnis! Kennen wir nicht zumindest uns selbst ein wenig besser? Können wir nicht zumindest benennen, was unbekannt ist?
Llysgennad ( Llwyn )
(Llysgennad zerrt wieder seinen Stuhl zum Rednerpult, diesmal viel ruhiger, also zuvor.)
Auch wir beschäftigen uns schon mit der Magie, sehen sie aber nicht als Quelle der Zerstörung, sondern als Kraft des Lebens, ein Teil der Natur. Wir sehen keine Verbindung zum Aschenebel. Die Nebelgeister scheinen nichts mit Magie zu tun zu haben, sondern lassen sich durch mundane Waffen besiegen. Vielmehr erzählen die Hynafiaid von einer anderen Quelle des Nebels, der Gier und Unvernunft der Völker, die den Pfad der Harmonie verlassen haben.
Die Seuchen und Unglücke, die anderen Völkern passiert sind, bedauern wir. (Er hält kurz inne und senkt sein pelziges Köpfchen.) Aber wir sehen keinen direkten Zusammenhang mit der Magie. Natürlich ist sie eine Macht der Natur, wie Vulkanausbrüche, Erdrutsche und Seuchen es auch sind und kann wie diese Schaden anrichten. Und wie mit anderen Mächten der Natur müssen wir lernen, damit zu leben.
(Schiebt den Stuhl mit lautem Rumpeln wieder an seinen Platz.)
Alsyn Bennev Seannyal ( Al’Umbryjil )
Ich danke Euch, Llysgennad.
(Er schweigt kurz)
Richtig. Womöglich gibt es kein gesichertes Wissen. Womöglich wird die Sammlung aller Erkenntnis nicht die Wahrheit abbilden können.
Doch ist es nicht den Versuch wert? Zu sammeln, was wir haben? Die Fragen zu stellen, die uns umtreiben? Sie mitzunehmen und im Geist zu tragen, aufdass wir überhaupt die Möglichkeit haben, eines Tages eine Antwort zu finden?
Vielleicht kennt niemand die Geschichte, doch wenn jeder eine Seite eines Buches besitzt und nur sagt, er kenne die Geschichte nicht, so wird das Buch niemals ein Ganzes werden.
Ich habe das Meine geteilt, auch wenn es wenig ist. Nichts davon halte ich für bedenklich, als dass es gegen mein Volk Verwendung fände. Ob der Rat bereit sein wird, Kartenmaterial zu teilen, kann ich nicht sagen. Ansonsten halte ich nichts zurück. Das ist mein Beitrag. Es ist der Grund, warum ich auf diesem Konvent bin.
Meine Fragen:
Was geschieht auf der Welt?
Was hoffen und fürchten die Völker durch die Magie?
Kāri’Mana’Arai ( Sāndari’Māna )
(Kāri’Mana’Arai wirkt nach wie vor müde, rafft sich jedoch noch einmal auf.) Ich habe nichts gesichertes Neues beizutragen, und ich möchte keineswegs in die Situation kommen, Arai zu verschwenden, indem ich spreche, obwohl alles gesagt wurde – nur nicht von jedem. Außerhalb der Städte ist in meiner Heimat Verschwendung der Weg in Großvater Sands Reich – also sollten wir zukünftigen Zusammenkünften mehr Nutzen geben, um ihren Preis zu rechtfertigen – das kann auch bedeuten, der Jagdechse gleich geduldig auf die Beute, auf den rechten Moment zu warten, und nicht die erste beste Gelegenheit zu ergreifen. Über unserem Himmel ist ein Sternbild aufgetaucht, das verschiedentlich gedeutet wird – eine neue Deutung habt ihr in meine Gedanken gesät: Nur wen ein Zelt betritt, wird wissen, wie das Wasser darin schmeckt. Lasst uns daher in aller Vorsicht Berichte über diese Magie sammeln und wieder zusammentreten, wenn wir alle etwas zur Tafel mitbringen.
Ordensmeister Vielweg ( Das vergangene Reich )
(Ordensmeister Vielweg scheint kurz auf seinem Sitz eingenickt und schüttelt sich leicht, wobei Staub und Dreck von ihm rieselt. Dann steht er auf und kommentiert)
Mag des selten sein, doch dieses Mal stimme ich wowohl der ehrenwerten Kari Mana Arai bei als auch den ehrenwerten Llysgennad von den Cwtch Wohl ist die Verschwendung kostbarer Lebenszeit eine Untugend, und ebenso ist wahr gesprochen: Wir alle werden mit der Magie leben müssen wie mit jedem anderen Schicksalsschlag. So will ich rühmen die Weisheit der Hynafiaid: Gier und Unvernunft und Disharmonie ist der falsche Pfad!
Mir scheint, einige sehen die Konklave wie eine Ratssitzung, ein Marktplatz oder ein Sippentreffen. Doch dies ist nur Trug… Dies hier ist eine Kreuzug and der sich jene begegnen, deren Wege in unterschiedliche Richtungen führen. Nicht mehr, nicht weniger. Um so eher wir dies anerkennen können jene Erwartungen versterben, die töricht sind, und dafür all das besprochen sein, dass jetzt veränderbar ist…
Mux Fiddersang ( Ligath Tureen )
((… steht auf, tanzender Stechschitt zum Podium, ein Nicken zu G. F., Flügel am Rücken angelegt – Hände darüber verschränkt, neugieriger Blick in die Runde, trillert kurz und spricht kristallklar und glockenhell los: ))
Mit allen Völkern – in tiefer Verbundenheit besonders mit dem geschätzten Grinor Feuerbart – teilen wir das ehrliche Gedenken an die jüngsten Verluste!
Grüße nach Jarnfjord – Meldung zur Meldung geht raus -Entschuldigung!
Etwaige Zusammenhänge zwischen aufkeimender M’agie und lokalem Siechtum weisen wir in aller Verzauberung entschieden zurück. Vielleicht ist M‘agie etwas anderes…?
*piep
Kartenmaterial unseres Reiches wird, nach eingehender Rücksprache und mit gewisser Zurückhaltung, selektiv bereitgestellt. Selbstredend.
Unsere Fragen wurden bereits gestellt. Antworten erwartet – unser Wissen geteilt. Was uns betrifft, bleibt regelbar – und somit vorerst bei uns!
*zweeep
Ich übte mich im Schweigen, nicht aus Mangel, sondern aus Achtung. Wir hören – sehr genau!
Alsyn Bennev Seannyal ( Al’Umbryjil )
(Auch Alsyn wirkt nun ermattet, als er sich zum Rednerpult begiebt)
Ihr habt wohl recht, Ordensmeister Vielweg. Es war töricht von mir, anzunehmen, dass dies ein Ort der Beratung und des wohlwollenden Austauschs sei. Das Misstrauen wiegt wohl schwerer als der Durst nach Erkenntnis. Und in Anbetracht der Auswirkungen durch die Aschezeit ist dies nur allzu verständlich.
(Er neigt sein Haupt)
Ich danke all jenen, die zu teilen bereit waren und es noch immer sind. Wenn daran weiteres Interesse besteht, so können auch Briefe und das Buch der Zeit dazu beitragen, weiteren Austausch und Erkenntnisse zu erlangen.
(Er blickt in die Runde)
Sollte ein weiterer Konvent stattfinden, wird eine andere Reichsvertretung aus Al’Umbryjil daran teilnehmen, um die Interessen der Vnelayjah zu vertreten.
Die Flamme des Lebens sei mit Euch!
(Er verneigt sich und tritt ab)
Llysgennad ( Llwyn )
(Im Gegensatz zu vielen anderen Teilnehmern im Konvent scheint Llysgennad nicht ermattet oder müde, sondern voller Tatendrang. Er springt auf seinen Stuhl.)
Wahr gesprochen, Ordensmeister Vielweg, wir treffen uns hier an einer Kreuzung und jeder wird seinen Weg gehen. Aber wie Wanderer, die sich an einer Wegkreuzung treffen, sollten wir Neuigkeiten austauschen, dem Rat des anderen Lauschen, damit unsere Reise eine gute wird und wir vor Gefahren gewarnt werden.
Kāri’Mana’Arai, auch wir haben ein besonderes Sternbild gesehen, wissen allerdings nichts über seine Bedeutung. Wir werden es Euch wissen lassen, falls wir mehr darüber herausfinden. Die Sterne sind nicht unbedingt unsere Stärke, wir sind nur einfache Cwtsh.
Alsyn Bennev Seannyal, wie sehen das Konvent immer noch als einen Ort des Austausches. Und unser Ziel ist es, Wege zu finden, den Nebel zu vertreiben und unseren Wald wieder in Besitz zu nehmen. Wir haben kein Misstrauen gegenüber den anderen Völkern.
(Setzt sich zufrieden)
Grinor Feuerbart ( Nor’Davara )
(Grinor erhebt sich, stellt sich neben das Rednerpult und spricht mit klarer Stimme.)
Dies sollte wahrlich ein Ort des Austausches sein und so bitte ich um Verzeihung für meine teils harschen Worte.
(Er verneigt sich leicht.)
Die Davara sind bereit ihr Wissen zu teilen.
Sendet uns Briefe, wenn ihr Fragen habt.
(Grinor wendet sich Hjel’Raan zu und senkt kurz den Kopf.)
Ein Dank auch an die Ntal’Hrom, für die Möglichkeit dieses Austausches.
(Dann geht er zurück zu seinem Stuhl und setzt sich.)
Ordensmeister Vielweg ( Das vergangene Reich )
(Der gebeugte Aschling tritt noch ein letztes Mal nach vorne und verbeugt sich vor der Versammlung)
Nun ist erneut die Zeit des gesegneten Abschieds gekommen: Möge das Schicksal euch allen gnädig sein! Möge jeder Schritt der Reise euch belehren und reifen lassen! Möge der Tod euch spät ereilen, aber sein Schnatten euch Mahnung und Wegweiser sein…
Es wurde bereits oft gesagt und gilt weiter fort: Wer da in Not ist, verzweifelt und verloren, dem werden die Sklaven des letzten Ethnarchen niemals abweisen. Wir werden weiter freimütig unsere Weisheit teilen, da sie uns mehr gilt als vermeintliches Wissen. Unsere Herzen sollen sich niemals dem Leid der Welt veschließen… Und ebenso unsere Stimmen nie aufhören jenes zu beweinen! Nein, das sei Ferne! Es ist unsere heilige Pflicht Dashiva gegenüber…
(Dann wendet er sich zum gehen. An der Tür hält er inne, holt etwas Asche aus einem Beutel und wirft eine Hand voll murmelnd über sich und eine in den Raum hinein.)
Hjel’Raan ( Ntal‘Hrom )
(Nachdem alle Gesandten das Gebäude verlassen haben, tritt wie auch beim letzten Konvent Hjel’Raan als letzter hinaus, wo die anderen Ntal’Hrom bereits warten und sich auf die Rückreise vorbereitet haben)
Im Namen der Ntal’Hrom verkünde ich, dass es uns eine Ehre war, erneut dieses Konvent ausrichten zu können. Habt Dank, dass dies wieder mit einer regen Teilnahme belohnt wurde.
(Er verneigt sich)
Wir werden beraten, wann ein weiterer Konvent dieser Art stattfinden kann und werden die Reiche entsprechend informieren.
(Dann treten die übrigen Ntal’Hrom wieder jeweils einzeln zu den Anwesenden und legen ihre tentakelartigen Extremitäten auf deren Körper. Erneut legt sich ein helles Licht über die Versammlung und wie in einem Tagtraum fliegen die Gesandten mit ihren Trägern davon und binnen weniger Augenblicke findet sich ein jedes Mitglied des Konvents zurück an dem Ort, von wo er zuvor durch den Ntal’Hrom abgeholt wurde.)