
Die Rede Anoks an das Volk der Astarim
(Offizielle Abschrift des Astarim Batnoam für das „Buch der Zeit“)
Volk der Astarim,
meine Brüder und Schwestern im Kampf, in Stolz und in Ehre!
Ich stehe heute vor euch als euer neuer Herrscher, durch die Prüfungen gestählt, die mir weder Gnade noch Mitleid gewährten. Und doch war jene Härte kein Ende, sondern ein Anfang:
Der Anfang eines Weges, den wir gemeinsam beschreiten. Jener Weg, der uns hinausführt in eine Welt, in der wir nicht als Bittsteller, sondern als Beschützer erscheinen werden.
Ich frage euch:
Ist irgendeine Aufgabe zu groß für uns, wenn wir geschlossen zusammen stehen ?
Ich frage euch:
Gibt es eine Gefahr, die uns schrecken könnte, so lange wir in Einigkeit bereit sind, alles zu geben, was in uns brennt?
Seht euch um! Wir sind nicht viele, doch unsere Herzen sind stark wie Stahl. Wir tragen den Mut, den nur jene kennen, die ihren Blick auf den Horizont richten, ohne sich von Furcht beugen zu lassen. In unsern Händen ruhen die Waffen, geschmiedet nicht nur aus Eisen, sondern aus dem unerschütterlichen Willen, Ehre und Gerechtigkeit zu verteidigen.
Unsere Vergangenheit ist die Vergangenheit eines Volkes, das sich nie vor dem Kampf drückte, wenn es galt, das Böse zu besiegen. Wir sind stolz und wir sind ehrenhaft, doch wir kennen auch Respekt. Wir lieben die Freiheit und hassen jede Tyrannei. Darum, meine Brüder und Schwestern, wisset:
Wo Unrecht herrscht, werden wir einschreiten.
Wo Verderben droht, werden wir den Schild heben.
Wo Treue uns anlächelt, werden wir die Hand zur Allianz reichen.
Lasst uns gemeinsam die Stimme erheben, wie wir es einst taten, als unsere Ahnen Seite an Seite in den ersten Schlachten fochten. So manches Volk jenseits unserer Insel mag uns noch nie gesehen haben. Lasst uns ihre Herzen mit Wahrhaftigkeit füllen! Ein jeder soll erkennen, dass unser Volk nicht nur Kraft, sondern Gerechtigkeit in den Adern trägt.
So frage ich euch noch einmal, Volk der Astarim:
Wollt ihr mit mir aufbrechen, um das Leid der Unschuldigen zu lindern? Seid ihr bereit, Tag für Tag zu kämpfen, eure Klingen zu erheben, wenn unschuldiges Blut vergossen wird?
Ich sage euch: Nichts wird uns trennen, wenn unsere Herzen im Takt der Ehre schlagen. Wir werden diejenigen suchen, die bereit sind, das Böse zu bekämpfen. Und wir werden jenen entgegentreten, die sich selbstherrlich über andere erheben. Zeigt den Tyrannen, dass die Astarim keine Ohnmacht kennen, wenn Freiheit und Würde auf dem Spiel stehen!
Und damit alle Völker von Darshiva, ob nah oder fern, von unseren Worten erfahren, soll diese Rede zu Papier gebracht und auf unseren Schiffen hinausgetragen werden.
Sollen sie lesen, was wir zu bieten haben und wofür wir einstehen: Eine Klinge, die niemals zögert, wenn es gilt, das Recht zu wahren. Und mögen sie erkennen, dass wir nicht zaudern, wenn wir den Namen der Astarim verteidigen – gegen jede Heimtücke, gegen jeden Verrat.
Nun frage ich euch ein letztes Mal, Volk der Astarim:
Wollt ihr die Darshiva sehen, lernen und jene finden, die unsere Werte teilen?
Wollt ihr mit ganzer Seele eintreten für Gerechtigkeit und Freiheit, selbst wenn es euer Schweiß und Blut kostet?
Dann erhebt euch!
Erhebt eure Schwerter, spannt eure Bögen und blickt mit mir hinaus in die Ferne. Wir sind die Astarim – diszipliniert, stark und bereit, unser Leben für die Ehre einzusetzen. Wer sich unserer Sache anschließt, den nennen wir Freund. Wer sie bedroht, soll bald die ganze Wucht unseres Volkes spüren.
Auf dass unsere Namen für alle Zeiten in den Chroniken verzeichnet seien:
Wir kommen nicht als Unterdrücker, sondern als Hüter der Ehre!
Und mögen jene, die diese Worte lesen, entscheiden:
Steht ihr an unserer Seite?
Oder wagt ihr es, euch uns entgegenzustellen?
Für Ehre, für Treue, für den Ruhm der Astarim!