Arai, Einauge!
Heute erzähle nicht ich eine Geschichte – heute lasse ich die Worte eines anderen sprechen!
Das folgende Schreiben entriss Vetter Wind einem Sendboten der Ältesten in Shasha’Dun und legte es in unsere Hände. Lies selbst, und sieh Dich vor, dass nicht auch im Süden Saaten wie diese ausgebracht werden, um Dich bei der Ernte mit zu schneiden…
Freunde sind wir nicht, doch scheint es mir, als hätten wir einen gemeinsamen Feind…
Rih’Tari’Vēra, Geschichtenerzähler der Sāndari’Māna, neuzeitlich

„Wisset, dass Ihr Freunde in höchsten Positionen in der Hauptstadt habt. Sie senden Euch Gold und diese Beinklingen, gefertigt aus dem harten Erbe derer, die wussten, dass wahre Macht nicht durch Lieder, sondern durch Entschlossenheit errungen wird. Die Geschichtenerzähler behaupten, sie seien Eure Stimme gegen die Unterdrückung, doch in Wahrheit missbrauchen sie ihre Erzählungen als Mittel der Macht, um Euren Glauben als Gefahr zu brandmarken und Euer Handeln zu kontrollieren.
Während diese Wanderer öffentlich über die Not an den Rändern klagen, sind sie es, die Eure Suche nach der Gabe von Schwester Erde als Wahnsinn verspotten und damit Euer Mana schwächen. Sie nennen Eure Visionen Hirngespinste, nur um ihre eigene Deutungshoheit über das Schicksal der Sāndari’Māna zu wahren.
Nutzt diesen Tribut, um die Zungen derer zum Schweigen zu bringen, die Eure Autonomie bedrohen und Eure Gemeinschaft mit Schauergeschichten über Nebelgeister verunsichern. Lasst die Klingen das Werk verrichten, das die Schreibbinse der Verräter verweigert, damit Ihr ungehindert jene Kräfte erforschen könnt, die der Neid der Erzähler Euch vorenthalten will.
Es ist an der Zeit, dass die Wahrheit der Taten über die Lügen der Legenden triumphiert und Ihr Euch als die wahren Herren Eures eigenen Schicksals erhebt.“
Geheimbotschaft des Ältestenrats der Sāndari’Māna, neuzeitlich