Überliefert aus einer Grenzschenke des Ostsaums
Titel des Liedes (Arbeitsfassung der Redaktion): „Ugroz Velki – Schwur und Schein“
Überlieferter Text:
Refrain
Ugroz Velki, Schwur und Schein,
klingt so hart und sauber rein,
doch wohin dein Banner weht,
kommt dein „Frieden“ meistens spät.
Strophe 1
Ugroz Velki, großer Mann,
erster Mund im Vila-Clan,
malst den Frieden blank und schön,
während Truppen weitergeh’n.
Strophe 2
Heute schwörst du still bei Wein,
morgen war es „nur ein Schein“,
nennst es „Fehler im Papier“,
doch befördert wird man hier.
Refrain
Ugroz Velki, Schwur und Schein,
klingt so hart und sauber rein,
doch wohin dein Banner weht,
kommt dein „Frieden“ meistens spät.
Strophe 3
In den Sälen streng und klar:
„Alles folgt Befehl, ist wahr.“
Doch am Rand der Karte dann
macht dein Heer, was es nur kann.
Strophe 4
Steht ein Dorf in hellem Brand,
heißt es: „Schwierig, fernes Land.“
Und der Mann, der’s angefacht,
trägt zwei Orden mehr bei Nacht.
Refrain
Ugroz Velki, Schwur und Schein,
klingt so hart und sauber rein,
doch wohin dein Banner weht,
kommt dein „Frieden“ meistens spät.
Strophe 5 – „die verbotene“
So singt ein Barde spät bei Wein
in ’ner Schenke, eng und klein,
Vila lachen, stoßen an,
bis der erste Scherge kam.
Er hebt die Stimme, fest und frei,
setzt zum letzten Spott noch ein:
„Ugroz Velki, Schwur und Schein,
Herr der Worte – leer und…“
An dieser Stelle, so übereinstimmende Berichte, wurde der Sänger von Männern Ugroz Velkis gepackt und aus der Schenke gezerrt.
Der letzte Reim gilt als verloren; das Lied selbst hat überlebt.